Visquard/Groothusen | Dorfentwicklung: Ergebnisse werden vorgestellt

Ein Jahr ist es her, dass Studenten mit den Einwohnern von Visquard und Groothusen über die Entwicklung ihrer Dörfer sprachen. Inzwischen gibt es ein Zukunftskonzept, das bald vorgestellt wird.
Visquard/Groothusen – Junge Leute ziehen weg, Geschäfte schließen und die übrigen Einwohner sind irgendwann zu alt, um mit dem Auto zum nächsten Arzt zu fahren – wenn der überhaupt noch Patienten aufnimmt. In Zeiten des demografischen Wandels sind das auf dem Land typische Probleme, unter denen auch die Krummhörner Ortschaften Groothusen und Visquard leiden. Aus diesem Grund hat vor rund einem Jahr eine Gruppe Studenten der Hochschule Emden/Leer Workshops mit ihren Bewohnern durchgeführt und überlegt, wie man aus ihrer Lage das Beste machen kann. Die Ergebnisse sollen nun am 22. März bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. (…)

Bei der Versammlung geht es auch um eine geplante Senioren-WG

Während auf der einen Seite junge Leute ihre Heimatorte verlassen, gebe es auf der anderen auch junge Familien, die gerne aufs Land ziehen würden, aber Bedenken vor einer schlechten Infrastruktur haben. Das betreffe unter anderem die Zeiten bei der Kinderbetreuung. Um diese zu verbessern, arbeite die Visquarder Kita bereits mit der Arche Visquard zusammen, um ein Nachmittagsprogramm zu ermöglichen.

Die jetzt anstehende Bürgerversammlung wird nicht nur von der Hochschule, sondern auch von dem Visquarder Ortsvorsteher Tinus Baumann (KLG), dem Krummhörner Bürgermeister Frank Baumann (SPD) und den Kirchengemeinden Visquard und Groothusen ausgerichtet. Die genannten Themen sind dabei nur einige, die angesprochen werden sollen. So kündigte die für die Kirchengemeinden zuständige Pastorin Heike Schmid der OZ an, dass auch über den aktuellen Planungsstand einer Senioren-WG in Visquard informiert werden soll. Sie soll es den Einheimischen ebenfalls leichter machen, im Alter in ihrer Heimat zu bleiben.

Bürgerversammlungen sollen wiederholt werden

Außer der Wohnanlage ist auch eine Tagespflege vorgesehen, deren Baukosten Schmid mit rund 1,5 Millionen Euro beziffert. Sie richtet sich vor allem an Menschen, die an Demenz erkrankt sind. „Mein Traum wäre es, wenn der erste Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgt“, so die Pastorin. Die Anlage soll sich am Oreertsweg und damit neben einem neuen Wohngebiet befinden. Dahinter soll es idealerweise auch einen Spielplatz und Sitzbänke geben. Auch Ortsvorsteher Baumann schwärmt bereits für das Projekt: „Etwas besseres kann uns nicht passieren. Niemand im Ort hätte etwas dagegen.“ (…)

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