• Wettbewerb: 1. Preis
  • Planung / Ausführung: 2017 - 2020
  • Ort: Bernd-Rosemeyer-Straße, Lingen (Ems)
  • Projekttyp: Wohnen, Gewerbe
  • Fläche: ca. 7.000 m² BGF
  • Auftraggeber: NOZ Medien

NOZ Medienhaus Lingen

/ Wohnen + Gewerbe

Das Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zwischen der Lingener Altstadt und dem Bahnhof mit der gegenüberliegenden Hochschule Osnabrück, dem Campus Lingen. Der parkähnliche hintere Bereich bildet besondere Rahmenbedingungen. Großmaßstäbliche Bebauungsstrukturen, kleinteiligere Wohnstrukturen und grüne Freiflächen mit altem schönem Baumbestand prägen das Grundstück.

Zentraler Gedanke des Entwurfes ist es, behutsam mit dem Park umzugehen und qualitätsvolle, spannungsreiche Zwischen- und Außenbereiche mit unterschiedlichen Bezügen zum Park und zur Straßen- und Bahnseite zu schaffen. Der Neubau mit seiner moderaten Höhenentwicklung stellt sich nicht in Konkurrenz zur denkmalpflegerisch schützenswerten Stadtsilhouette, sondern versucht, einen, durch seine Skulpturalität, modernen Transparenz auf der einen und der ortstypischen Klinkerstruktur auf der anderen Seite, eigenständigen Charakter zu bilden.
Das NOZ Medienhaus Lingen stellt sich selbstbewusst und präsent in den Straßenraum; durch bedachtes Einknicken, Auskragen und Rausdrehen, schafft es Plätze, bettet sich in den Park ein und ermöglicht gezielt Ein- und Ausblicke.
Ein Durchgang im Erdgeschoss verbindet Park und Straßenseite und schließt an die Stadtgrabenpromenade an. Der Park als grüne Oase dient als Erholungsraum für Mitarbeiter und Bewohner und unterstreicht den zentralen Gedanken dieses Entwurfs.

Klinker als klassisches und zeitloses ortstypisches Material der Stadt Lingen und der Region wird beim Neubau im Sockelbereich und auf der Garten- und Parkseite eingesetzt. Das Gebäude zeigt sich hier mit einer ruhigen und gleichmäßigen homogenen Lochfassade.
Zum Bahnhofsplatz und Campusseite präsentiert sich das NOZ Medienhaus mit Transparenz und Durchlässigkeit. Ein silberschimmernder Rahmen unterstützt auf der Straßenseite die helle und transparente Fassade. Opake Glaselemente gliedern die Pfosten-Riegel-Konstruktion.
Im Kontrast hierzu steht der ortstypische Klinker im Sockelbereich und auf der Gartenseite und unterstreicht den skulpturalen Charakter.

Das Gebäude gliedert sich in vier Bereiche: Im Erdgeschoss liegen die halböffentlichen Bereiche mit Gastronomie, Veranstaltungsraum und Foyer der NOZ Medien; im hinteren Erdgeschoss, sowie in den Obergeschossen liegen die Büros der Mitarbeiter. Das 2. Obergeschoss dient als Ersatzfläche und wird fremdvermietet; im Dachgeschoss befinden sich Wohnungen. Im Untergeschoss befinden sich die Tiefgarage, Lager- und Technikräume.

Visualisierung: loomilux, Berlin